12.04.2017 - Gut gerüstet für das Vorstellungsgespräch

Wenn die Nachricht über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch eintritt, ist die Freude sehr groß. Doch je näher das Gespräch rückt, desto mehr kommt die Nervosität in den Vordergrund. Man macht sich Gedanken darüber wie man sich am besten präsentiert, welche Fragen gestellt werden können, was man am besten antwortet, und eventuell fragt man sich auch, was man anziehen soll.

Um dann die Nervosität ein wenig in den Griff zu bekommen ist eine gute Vorbereitung sehr wichtig. Natürlich gleicht kein Vorstellungsgespräch dem anderen, aber haben Sie gewusst, dass die meisten Bewerbungsgespräche ein Muster mit ähnlichen Phasen aufweisen? Einerseits geht es um fachliche Kenntnisse und die bisherigen Erfahrungen, aber man darf nicht vergessen, dass die Personaler ein Vorstellungsgespräch dazu nutzen, Sie als Person kennen zu lernen. Passen Sie ins Team? Die sogenannten Soft Skills spielen eine große Rolle.

Um Ihnen eine erste Hilfestellung zu geben, zeigen wir hier die verschiedenen Phasen eines Vorstellungsgespräches auf. Kein Vorstellungsgespräch gleicht dem anderen, und die Reihenfolge ist auch nicht festgelegt, dennoch kann dies der Orientierung dienen.

Die Phase des Ankommens

Die erste Phase ist mit eine der wichtigsten Phasen. Die meisten Personaler geben an, dass sie im Durchschnitt nach 1,5 Minuten im Vorstellungsgespräch wissen, ob sie jemandem den Job geben möchten oder nicht. Hier zählt der erste Eindruck und es ist sehr wichtig, freundlich und höflich zu sein. Eindruck. Wenn Sie aufgeregt sind, dürfen Sie das gerne auch sagen, jeder Personaler hat dafür Verständnis. Zudem sind ein gepflegtes Erscheinungsbild und ein Outfit, der Branche entsprechend, selbstverständlich. Seien Sie selbstbewusst in Ihrer Körpersprache und in Ihren Worten. Aber bitte nicht übertreiben, Selbstdarsteller kommen nicht gut an.

Das Kennen lernen

Natürlich haben die Personaler Ihren Lebenslauf und Ihre Unterlagen vor sich liegen und im Vorhinein schon intensiv studiert. In dieser Phase geht es nicht darum erneut darzulegen, was in den Bewerbungsunterlagen nachzulesen ist. Hier ist es wichtig, besondere Qualifikationen für den angestrebten Job zu erläutern und Ihr Gegenüber mit Ihrer Persönlichkeit zu überzeugen. Was haben Sie vorzuweisen, was für die ausgeschriebene Position wichtig und nützlich ist? Was bringen genau Sie für den Job mit? Und welche Motivation haben Sie, dass sie sich auf diese Stelle bewerben?

Nicht zu vergessen, dass nicht nur Sie einen Job haben wollen, sondern auch das Unternehmen will einen qualifizierten Mitarbeiter. Gehen sie nicht als Bittsteller in das Gespräch, sondern Selbstbewusst.

Die Präsentationsphase

Nachdem Sie sich vorgestellt haben ist nun das Unternehmen an der Reihe. Hier wird Ihnen das Unternehmen vorgestellt und die Position näher gebracht. Welche Aufgaben erwarten Sie? Was wird von Ihnen in der Position erwartet? Hier geht es um wichtige Eckpunkte und Erwartungen. Auch wenn Ihnen manche Fakten schon bekannt sind, sollten sie dennoch weiterhin aufmerksam zuhören. Hier können Sie punkten, wenn Sie durch Anmerkungen oder Verständnisfragen zeigen, dass Sie zuhören und sich im Vorfeld schon mit dem Unternehmen auseinander gesetzt haben. Wichtig ist allerdings, dass Sie ihr Gegenüber nicht unterbrechen.

Die Rückfragen-Phase

Das Vorstellungsgespräch neigt sich dem Ende entgegen. Meistens stellt der Personaler nun eine Frage vom Typ: „Haben Sie noch weitere Fragen“. Darauf sollten Sie immer mit „Ja“ antworten. Damit beweisen Sie, dass Sie wirkliches Interesse an der Position und der Firma mitbringen. Dies ist allerdings nicht der Zeitpunkt um Fragen nach dem Gehalt oder Urlaubsregelungen und Zusatzleistungen zu stellen. Dies würde in einem weiteren Gespräch geklärt werden. Mögliche Antworten könnten sein: „wie groß ist das Team in dem ich arbeiten würde?“ oder „Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei Ihnen aus?“

Die Verabschiedungs-Phase

Nun ist das Gespräch beendet und sie verabschieden sich. Bitte denken sie daran sich nach dem weiteren Vorgehen zu erkunden. Wann können Sie mit einer Rückmeldung rechnen? Wo dürfen Sie sich gegebenenfalls melden?

Das Bewerbungsgespräch an sich sollte auf keinen Fall ein einfaches Frage-Antwort-Spiel sein. Stattdessen sollte sich ein Gespräch entwickeln, bei dem beide Seiten auf Augenhöhe miteinander sprechen. Daher sollte man im Bewerbungsgespräch mit seinen Fragen wenn möglich nicht bis zum Ende warten, sondern sie direkt sie an passender Stelle stellen.


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