20.11.2017 - Traumjob finden ohne Berufserfahrung oder gar als Quereinsteiger

Sie haben gerade Ihr Studium beendet oder stehen kurz davor und müssen und wollen nun entscheiden wie der zukünftige Arbeitsweg konkret aussehen kann. Schon in den letzten Semestern sollten Sie sich mit Ihrem anstehenden Berufseinstieg auseinander setzen. Ein klares Ziel muss definiert werden.

Wer ein Jura-Studium wählt, für den ist der Weg nach dem Abschluss relativ klar: Richter oder Anwalt. Ein Medizinstudent wird in aller Regel Arzt. Doch wie sieht es aus mit den Berufen (Studiengängen) aus, die kein klar definiertes Berufsziel vor Augen haben? So zum Beispiel die Geistes-, Sozial und auch Wirtschaftswissenschaften. Das Studium gibt zwar eine Richtung vor, aber die Möglichkeiten die daraus resultieren sind sehr vielfältig.

Wie finden Sie also einen Job, wenn Sie nach dem Abschluss keine klare Berufsvorgabe habe? Hier stellen wir Ihnen ein paar Tipps vor, wie Sie trotz geringer Berufserfahrung oder ohne ein klares Berufsbild dennoch Ihren Traumjob finden:

1. Nicht einfach „irgendwas“ annehmen

Wichtig ist es natürlich, dass Sie eine Vorstellung von dem haben, was Sie beruflich erreichen möchten beziehungsweise wohin Ihr Weg gehen soll. Jeder kennt den Wunsch nach Beendigung des Studiums, sofort einen Job anzunehmen. Man hat noch nicht viel Berufserfahrung und keine klare Struktur im Berufsbild und freut sich, wenn das erste Jobangebot auf dem Tisch liegt. Aber bedenken Sie: Diesen Job werden Sie eine Weile ausführen und täglich machen. Wenn das Bauchgefühl oder der Kopf nicht miteinander übereinstimmen, dann hören Sie darauf. Gehen Sie in sich, was Ihnen fehlt oder nicht passt. Und seien Sie ehrlich zu sich. Fragen Sie sich wirklich: Bringt mir dieser Job etwas um mein Ziel zu erreichen? Kann ich glücklich werden damit? Ist es eine Notlösung bevor ich nichts finde? 

2. Wichtig ist es, die Stellenanzeigen genau durchzulesen

Oftmals herrscht der Gedanke vor, dass bevor man zu viele Absagen bekommt oder sich gar „blamiert“, bewirbt man sich nur auf die Stellenanzeigen, die 100 %ig auf die eigene Person passen. Aber lesen Sie die Stellenanzeigen aufmerksam durch. Entscheiden Sie, ob wirklich alle Anforderungen zwingend notwendig sind. Ist es nicht eins von vielen Anforderungskriterien? Konzentrieren Sie sich auf die Qualifikationen. In den meisten Ausschreibungen finden sich die Formulierung: „Mehrjährige Berufserfahrung wünschenswert“. Das heißt aber nichts anderes, als dass vorwiegend eine erfahrene Persönlichkeit gesucht wird, aber Bewerbungen von Berufseinsteigern oder Quereinsteigern nicht grundlegend aussortiert werden.

3. Kein Roter Faden im Lebenslauf – ist dies wirklich so?

Sie haben in Ihrem Lebenslauf einige Wechsel der Studiengänge? Auslandsaufenthalte oder Praktika in ganz unterschiedlichen Unternehmen? Woher kommt das Gefühl, dass nur ein Lebenslauf mit einem roten Faden ein guter Lebenslauf ist? Es stimmt, für Recruiter ist ein solcher Lebenslauf nicht auf den ersten Blick verständlich und durchschaubar. Aber auch – oder gerade mit einem ungeraden Lebenslauf – können Sie aus der Masse heraustreten. Sie können sich als passenden Mitarbeiter präsentieren. Aber nur wenn Sie sich davon lösen, dass ein ungerader Lebenslauf ein schlechter Lebenslauf sei.

4. Ansprüche mit der Zeit reduzieren

Eine längere Zeit der Jobsuche und mehrfache Absagen führen zu Selbstzweifeln. Hier kommt es dann zu Bewerbungen auf eher minderwertige Positionen. Gelegentlich herrscht auch die Logik vor, dass man die Gehaltsvorstellungen nach unten schrauben muss, damit man bessere Chancen hat. Doch vergessen Sie eins nicht: Aus Sicht der Arbeitgeber sind Sie für diese Positionen überqualifiziert und erhalten mit höchster Wahrscheinlichkeit eine Absage. Oder anders gesagt: Es macht auch keinen guten Eindruck sich „unter Wert“ zu verkaufen. Hinterfragen Sie Ihre Bewerbungsstrategie, arbeiten Sie an Ihrem Anschreiben.

Wir möchten Sie auffordern

 • Machen Sie sich bewusst was und wohin Sie wollen

• Erstellen Sie einen Plan oder eine mögliche Vorstellung davon, wie Sie dieses Ziel erreichen möchten

• Es ist kein Fehler, wenn Sie das ein oder andere ausprobieren und ist somit hilfreich für Ihre Entscheidungsfindung

• Wenn Sie wissen was Sie wollen und können, dann stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen


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